Der Sommer ist auf der Zielgeraden, die Nächte werden merklich kühler – und aufmerksame Pferdebesitzer bemerken die ersten Anzeichen: Das kurze, glänzende Sommerfell wird schrittweise durch längere, dichtere Haare ersetzt. Der Herbst-Fellwechsel hat begonnen. Was viele nicht wissen: Der Aufbau des Winterfells beginnt bereits im Juni – also lange bevor du überhaupt darüber nachdenkst. Und er stellt an den Pferdekörper mindestens genauso hohe Anforderungen wie der Frühjahrs-Fellwechsel. In diesem Guide erfährst du alles, was du wissen musst, um dein Pferd fit und gesund durch die anspruchsvolle Übergangszeit zu bringen.
Herbst- vs. Frühjahrs-Fellwechsel: Was ist der Unterschied?
Der Herbst-Fellwechsel wird oft unterschätzt, weil er weniger sichtbar ist als der Frühjahrs-Fellwechsel. Kein Ausfallen ganzer Fellbüschel, weniger Haare in der Sattelkammer, keine spektakulären Bilder für den Handywinkel. Trotzdem ist er für den Pferdekörper eine massive Belastung:
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Kriterium |
Frühjahrs-Fellwechsel |
Herbst-Fellwechsel |
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Sichtbarkeit |
Sehr sichtbar (Haarausfall) |
Wenig sichtbar (Aufbau) |
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Beginn (innerlich) |
Nach Wintersonnenwende (Dez) |
Nach Sommersonnenwende (Juni) |
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Beginn (sichtbar) |
Januar–Februar |
Ende August–September |
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Hauptaufgabe |
Winterfell abstoßen, Sommerfell bilden |
Sommerfell abstoßen, Winterfell aufbauen |
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Nährstoffbedarf |
Hoch |
Sehr hoch (Isolationsaufbau!) |
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Belastung Stoffwechsel |
Hoch |
Höher (mehr Substanz nötig) |
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Dauer |
6–8 Wochen |
8–10 Wochen |
Der entscheidende Punkt: Beim Herbst-Fellwechsel muss dein Pferd nicht nur alte Haare loswerden, sondern eine komplett neue, dickere, isolierende Fellschicht aufbauen. Das braucht deutlich mehr Baumaterial – vor allem Eiweiß, Mineralien und Spurenelemente.
Wann beginnt der Herbst-Fellwechsel?
Anders als viele denken, wird der Fellwechsel nicht durch die Temperatur ausgelöst, sondern durch die Tageslichtlänge. In der Zirbeldrüse des Pferdes registriert die Melatonin-Produktion die kürzer werdenden Tage und sendet das Signal an den Körper: „Zeit für die Winterausstattung.”
Der zeitliche Ablauf im Detail
Ende Juni: Direkt nach der Sommersonnenwende beginnt der Pferdekörper innerlich mit der Umstellung. Von außen ist noch nichts zu sehen.
Juli–August: Die Fellproduktion läuft im Verborgenen. Manche Pferde wirken schon jetzt etwas „stumpfer” im Sommerfell.
Ende August–September: Die ersten sichtbaren Anzeichen. Das Sommerfell wird kürzer und wirkt matter, erste dickere Haare tauchen auf.
September–Oktober: Der Fellwechsel läuft auf Hochtouren. Die typischen „Übergangs-Bilder” mit halb Sommer-, halb Winterfell.
November–Dezember: Das vollständige Winterfell ist ausgebildet.
Was Temperatur und Wetter beeinflussen
Während die Tageslichtlänge den Beginn bestimmt, beeinflussen Temperatur und Witterung die Intensität des Fellwechsels:
• Milde Herbste → dünneres Winterfell
• Kalte, feuchte Herbste → dichteres, dickeres Winterfell
• Windexponierte Haltung → dichteres Fell als bei geschützter Boxenhaltung
• Offenstall-Pferde → oft dichteres Fell als Boxenpferde
Warum der Herbst-Fellwechsel so anstrengend ist
Der Aufbau des Winterfells ist eine der energieintensivsten Phasen im Pferdejahr. Verstehen wir kurz, was da eigentlich passiert:
Der Körper baut eine komplette Isolationsschicht
Winterfell besteht aus zwei Schichten: - Deckhaar – die längeren, wasserabweisenden Haare außen - Unterwolle – die feineren, isolierenden Haare darunter
Beide Schichten müssen komplett neu produziert werden. Ein einziges Winterhaar ist deutlich länger und dicker als ein Sommerhaar – die Materialmenge, die dein Pferd produzieren muss, ist enorm.
Der Stoffwechsel läuft parallel auf Hochtouren
Neben der Fellproduktion muss der Pferdekörper: - Fettreserven für den Winter aufbauen - Hufhorn weiter produzieren (das läuft nie zu Ende) - Muskulatur erhalten und ggf. Trainingszustand halten - Immunsystem stärken (Herbst = Erkältungs-Saison) - Innere Organe normal versorgen
Alles das geschieht gleichzeitig. Kein Wunder, dass viele Pferde in dieser Phase müde, gereizt oder weniger leistungsbereit wirken.
Symptome und Anzeichen: So erkennst du den Fellwechsel
Beim Herbst-Fellwechsel sind die Zeichen subtiler als im Frühjahr. Diese Punkte solltest du beobachten:
Sichtbare Zeichen
• Sommerfell wird kürzer und matter
• Erste längere, dickere Haare tauchen auf
• Ohrenspitzen und Fesselköpfe werden zuerst „wintertauglich”
• Winter-Bart an der Kinnpartie
• Untertaste des Halses wird flauschiger
Verhaltens-Symptome
• Müdigkeit und Trainingsunlust
• Vermehrtes Trinken – Stoffwechsel läuft heiß
• Schlechtere Konzentration beim Training
• Erhöhter Futterbedarf – manche Pferde nehmen ab
• Empfindlichere Haut – häufigere kleine Hautprobleme
Warnzeichen: Wann du genauer hinschauen solltest
• Stumpfes, glanzloses Fell – Nährstoffmangel
• Kahle Stellen – kann auf Milben, Pilze oder Hautprobleme hindeuten
• Deutlicher Gewichtsverlust – Energiedefizit
• Häufige Infekte – Immunsystem überlastet
• Anhaltende Erschöpfung – Fütterung überprüfen
Bei diesen Warnzeichen: Tierarzt konsultieren und Fütterung überdenken.
Die entscheidenden Nährstoffe für den Herbst-Fellwechsel
Was dein Pferd jetzt braucht, um das Winterfell optimal aufzubauen:
Eiweiß und essentielle Aminosäuren
Winterhaar besteht wie Sommerhaar zu rund 90 % aus Keratin – einem Protein. Die essentiellen Aminosäuren Methionin, Lysin und Cystein sind die Bausteine.
Gute Quellen: - Luzerne – hochwertiges Protein, oft im Aufzuchtfutter - Leinsamen und Leinkuchen – gute Aminosäuren-Zusammensetzung - Hanfsamen – Premium-Quelle für essentielle Fettsäuren und Protein - Sojaschrot – konzentrierte Eiweißquelle
Zink und Kupfer
Diese beiden Spurenelemente sind Hauptbestandteile des Keratin-Aufbaus:
• Zink – für Zellteilung und Fellwachstum
• Kupfer – für Fellfarbe und -struktur
• Mangel-Anzeichen: stumpfes, fahles Fell, brüchige Haare, Fellfarbe wirkt „ausgewaschen”
Biotin und B-Vitamine
Biotin (Vitamin H) fördert die Bildung von Keratin und ist essentiell für gesundes Haar und Huf.
Gute Quellen: - Bierhefe – natürliche B-Vitamin-Quelle - Biotin-Ergänzung – gezielt dosierbar
Omega-3-Fettsäuren
Für glänzendes, geschmeidiges Fell und intakte Zellmembranen der Haut.
Gute Quellen: - Leinöl – konzentriert - Hanföl – balancierte Omega-3-/Omega-6-Ratio - Chiasamen – hoher Anteil, gut ergänzend
Vitamin E
Als Zellschutz essentiell für die schnell wachsenden Zellen des Fellwachstums. Wird oft mit Selen kombiniert.
Selen
Immunsystem und Zellschutz. Vorsicht: Selen hat ein enges therapeutisches Fenster – nur gezielt und in Absprache mit Tierarzt oder Futterberater ergänzen.
Die 3 Säulen der optimalen Herbst-Unterstützung
Wie beim Frühjahrs-Fellwechsel gilt: Ein durchdachtes Konzept aus drei Bereichen macht den Unterschied.
Säule 1: Bedarfsgerechte Fütterung
Der Nährstoffbedarf steigt in dieser Phase deutlich. Wer sein Pferd normal weiterfüttert, riskiert Mangelerscheinungen.
Praktische Umsetzung:
• Grundfutter erhöhen – mehr Heu, evtl. Heucobs ergänzen
• Eiweißkomponente ergänzen (Luzerne, Leinsamen)
• Mineralfutter überprüfen – deckt es den erhöhten Bedarf?
• Ergänzungsfutter gezielt einsetzen (siehe unten)
• Warmes Wasser oder Mash bei kühlen Tagen – erhöht die Trinkmenge
Säule 2: Intensive Pflege
Tägliches Bürsten fördert nicht nur das Aussehen, sondern auch den Fellwechsel selbst:
• Durchblutung der Haut anregen
• Alte Haare entfernen, damit neue Platz haben
• Massage-Effekt löst Verspannungen
• Hautkontrolle – kleine Probleme früh erkennen
Anders als beim Frühjahrs-Fellwechsel geht es hier nicht ums Entfernen ganzer Fellmengen. Die Bürsten dürfen sanfter sein, aber die Regelmäßigkeit ist wichtig.
Säule 3: Cleveres Management
Ein paar Punkte, die den Herbst leichter machen:
• Wurmkuren und Impfungen möglichst vor oder nach dem Fellwechsel-Peak
• Trainingsanpassung – keine Rekordversuche mitten im Wechsel
• Stress reduzieren – keine Stallwechsel oder Verkäufe in dieser Phase
• Immunsystem stärken – Bewegung, gute Fütterung, ausreichend Schlaf
• Regelmäßige Hufkontrolle – Nässe belastet die Hufe
NURA Haarmonie: Unsere Top-Empfehlung für den Herbst-Fellwechsel

Für die anspruchsvolle Herbst-Übergangszeit haben wir mit NURA HORSE SUPPLEMENTS unsere eigene Premium-Linie im Sortiment – funktionale Liquids mit hoher Bioverfügbarkeit, hergestellt in Deutschland.
NURA Haarmonie – Haut & Fell Liquid — die zentrale Fellwechsel-Unterstützung
Speziell entwickelt für Pferde im Fellwechsel und für alle Vierbeiner mit erhöhtem Bedarf an Haut- und Fellnährstoffen. Die flüssige Rezeptur sorgt für besonders hohe Bioverfügbarkeit – die Wirkstoffe gelangen schnell und effizient dorthin, wo sie gebraucht werden.
Pluspunkte: - Speziell formuliert für Haut, Fell & Hufe - Flüssige Rezeptur mit hoher Bioverfügbarkeit - Leicht zu dosieren, hohe Akzeptanz - Hergestellt in Deutschland, ADMR-konform - Vegan und tierversuchsfrei - 1 Liter reicht ca. einen Monat
Ideal für: Pferde im Herbst-Fellwechsel, Senioren mit erhöhtem Bedarf, Pferde mit dünnem oder stumpfem Winterfell
Ergänzend sinnvoll bei besonderen Bedarfslagen
Weil der Herbst-Fellwechsel ein ganzheitlicher Stoffwechselprozess ist, profitieren viele Pferde von einer Kombination:
• NURA Vitalquelle – Stoffwechsel Liquid – unterstützt den beanspruchten Stoffwechsel und die Leber
• NURA Frischluft – Atemwege Liquid – wichtig, wenn die Herbstluft feucht und pollenreich wird
• NURA Kopfklar – Nerven Liquid – für sensible Pferde, die im Herbst mit Reizbarkeit reagieren
• NURA Beweglichkeit – Gelenke Liquid – gerade bei kühlerem, feuchtem Wetter für Arthrose-Pferde
Spar-Tipp: Wer mehrere Bereiche unterstützen möchte, fährt mit dem NURA Vorteilspack günstiger – fünf Liquids mit 20 % Rabatt im Set.
Klassische Ergänzungen für den Herbst
Neben den Nura-Liquids gibt es weitere bewährte Ergänzungsfutter, die im Herbst besonders sinnvoll sind:
Für Fell und Haut: - Stiefel Biotin Plus Pellet – Klassiker für Fell, Haut und Hufe - Stiefel Zink Plus – gezielte Zink-Ergänzung - Stiefel Leinöl – Omega-3-Quelle - Höveler Bierhefe – B-Vitamine natürlich
Für die Grundversorgung: - Höveler Reformin Plus Mineralfutter – umfassende Mineralversorgung - Höveler Reformin Müsli – schmackhafte Alternative
Für den Übergang von Weide auf Heu: - Höveler Puritan Pur Mash – schonend für sensible Verdauung
Die richtigen Bürsten für den Herbst-Fellwechsel
Anders als im Frühjahr geht es im Herbst nicht ums Entfernen ganzer Fellbüschel. Die Bürsten dürfen sanfter sein, aber die Regelmäßigkeit ist entscheidend.

Empfohlene Bürsten für den Herbst
Grooming Deluxe Body Brush Middle Soft – die weiche Kardätsche für tägliche Pflege. Verteilt natürliche Hautfette gleichmäßig und bringt das aufkommende Winterfell zum Glänzen.
Animalon CareFlex Gummi-Striegel – der ergonomische Klassiker. Regt die Durchblutung an, ohne die neue Haarschicht zu strapazieren.
Massage-Bürste – noch besser als klassische Striegel: fördert die Durchblutung und stimuliert den Fellwechsel positiv.
Wichtig: Der Haas FURminator – im Frühjahr top – ist im Herbst oft zu aggressiv. Er würde das gerade nachwachsende Winterfell mit entfernen. Lieber sanftere Alternativen wählen.
Die richtige Fütterung im Herbst
Neben den gezielten Ergänzungen geht es auch um die Grundration. Der Übergang von Weide auf Heu ist eine kritische Phase:
Weide auf Heu umstellen – schrittweise!
Genauso wie das Anweiden im Frühjahr braucht auch das „Abweiden” im Herbst Zeit:
• 2–3 Wochen vor Weide-Ende Heu-Zufütterung erhöhen
• Weidegang schrittweise reduzieren, nicht abrupt
• Beobachten: Kotwasser, Blähungen, Verhalten
• Bei Sensibilität: Bitterkräuter oder Verdauungshilfen ergänzen
Energie-Bedarf steigt
Kaltes, nasses Wetter + Fellwechsel + Winterfell aufbauen = erhöhter Energiebedarf. Passe die Ration an:
• Mehr Heu – wichtigste Energiequelle
• Bei Bedarf mehr Kraftfutter oder Öl
• Regelmäßig Gewicht kontrollieren – nicht warten, bis dein Pferd sichtbar abgenommen hat
Warme Mahlzeiten – der Wohlfühl-Faktor
An kühlen Tagen ist ein warmer Mash eine gute Option:
• Höveler Puritan Pur Mash – getreidefrei, schonend
• Sanftes Wärme-Erlebnis für die Verdauung
• Hohe Akzeptanz auch bei wählerischen Pferden
Senioren im Herbst-Fellwechsel
Für ältere Pferde ist der Herbst-Fellwechsel oft besonders anstrengend. Ihr Stoffwechsel arbeitet langsamer, das Immunsystem ist nicht mehr so leistungsfähig. Diese Punkte helfen:
• Mehr Eiweiß – hochwertige Quellen wie Luzerne, Leinsamen
• Mehr Energie – bei Bedarf zusätzliches Öl oder Heucobs
• Mash 2-3x pro Woche – für Verdauung und Wasseraufnahme
• NURA-Kombination – Haarmonie + Vitalquelle als Basis
• Frühzeitig eindecken – Senioren frieren schneller
• Regelmäßige Zahnkontrolle – Zahnprobleme reduzieren Nährstoffaufnahme
Mehr zum Thema: In unserem Beitrag zur Hitzewelle bei Senioren & kranken Pferden findest du weitere Tipps für ältere Pferde, die auch im Herbst nützlich sind.
Deckenmanagement im Fellwechsel
Ein sensibles Thema: Wann und wie deckst du dein Pferd im Herbst ein? Wer zu früh eindeckt, verhindert den natürlichen Fellwechsel. Wer zu spät handelt, riskiert Auskühlung.

Faustregeln
• Erst eindecken, wenn dein Pferd tatsächlich friert – sichtbares Zittern, hochgezogener Rücken
• Nachts kühl → Fellwechsel wird unterstützt, kein Grund für Decke
• Regen + Wind + kalt → hier kann eine Regendecke helfen
• Ekzemerpferd → oft schon früher ausgedeckt, weil Fliegenschutz nachlässt
• Alte, kranke Pferde → früher eindecken als gesunde Erwachsene
• Sportpferde in Trainingsphase → oft geschoren, brauchen frühere Decke
Grammatur-Guide grob
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Temperatur |
Deckengrammatur |
Bemerkung |
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15–20 °C |
Keine Decke |
Ideal für Fellwechsel |
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10–15 °C |
0 g / Sommerdecke |
Nur bei Nässe |
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5–10 °C |
50–100 g |
Übergangs-Bereich |
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0–5 °C |
150–200 g |
Für die meisten Pferde |
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Unter 0 °C |
250–300 g |
Vor allem geschorene Pferde |
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Extremkälte |
400 g |
Nur bei Bedarf |
Ausblick: In unserem kommenden Deckenwechsel-Guide widmen wir uns dem Thema Herbst-/Winterdecken ausführlich – von Regendecken über Übergangsdecken bis zu voller Winter-Ausstattung.
Fellwechsel und Training
Der Herbst-Fellwechsel schränkt viele Pferde in ihrer Leistungsfähigkeit ein. Das ist ganz normal und kein Grund zur Sorge – wenn du das Training anpasst:
• Intensität reduzieren – kein Konditionsaufbau in dieser Phase
• Grundlagenarbeit statt Höchstleistungen
• Kürzere Trainingseinheiten mit mehr Pausen
• Auf Zeichen von Überforderung achten (schnelle Erschöpfung, Schwitzen)
• Bei kaltem Wetter ausreichend aufwärmen
• Nach dem Training langsam auskühlen lassen
FAQ: Die häufigsten Fragen zum Herbst-Fellwechsel
Wann beginnt der Herbst-Fellwechsel beim Pferd?
Innerlich schon nach der Sommersonnenwende Ende Juni. Sichtbar wird er meist Ende August bis September. Bis dahin hat der Körper das Signal längst empfangen – die Fellproduktion läuft im Hintergrund.
Wie lange dauert der Herbst-Fellwechsel?
In der Regel 8–10 Wochen. Bei Senioren, kranken oder gestressten Pferden kann er auch länger dauern. Das komplette Winterfell ist meist Ende November/Anfang Dezember ausgebildet.
Was ist der Unterschied zwischen Frühjahrs- und Herbst-Fellwechsel?
Der Frühjahrs-Fellwechsel ist der sichtbarere (Winterhaar fällt aus), der Herbst-Fellwechsel der substanziellere (neue Haarschicht wird aufgebaut). Der Herbst-Wechsel dauert länger und verbraucht mehr Nährstoffe – wird aber oft unterschätzt.
Welche Nährstoffe braucht mein Pferd im Herbst besonders?
Eiweiß und essentielle Aminosäuren (für den Haaraufbau), Zink, Kupfer, Biotin (für Fell und Huf), Omega-3-Fettsäuren (für Glanz und Hautgesundheit), Vitamin E und Selen (Zellschutz). Ein gutes Ergänzungsfutter wie NURA Haarmonie deckt diese Bereiche ab.
Wann sollte ich mit der Fellwechsel-Unterstützung starten?
Frühzeitig – idealerweise Ende August bis Anfang September. Wer erst startet, wenn das Winterfell schon sichtbar wächst, hat den Bedarfs-Peak fast schon verpasst. Der Körper beginnt intern viel früher.
Soll ich mein Pferd im Herbst extra füttern?
Ja, der Energie- und Nährstoffbedarf steigt. Wichtig: schrittweise anpassen, nicht plötzlich große Mengen füttern. Beobachte Gewicht und Kondition regelmäßig.
Wann soll ich zum ersten Mal eindecken?
Erst wenn dein Pferd tatsächlich friert – sichtbares Zittern, hochgezogener Rücken. Zu frühes Eindecken kann den Fellwechsel behindern. Ausnahmen: Senioren, geschorene Sportpferde, Ekzemerpferde nach dem Ausdecken.
Mein Pferd ist im Fellwechsel schlecht drauf – normal?
Ja, absolut. Fellwechsel ist eine echte Belastung. Reduzierte Trainingslust, Reizbarkeit, Müdigkeit sind normal. Wichtig: das nicht mit einem Trainingsproblem verwechseln. Reduziere die Intensität und unterstütze mit passender Fütterung.
Können Wurmkuren und Impfungen im Herbst-Fellwechsel gemacht werden?
Besser nicht – beide belasten den ohnehin beanspruchten Stoffwechsel zusätzlich. Plane sie vor dem Fellwechsel-Peak (Anfang September) oder danach (November/Dezember).
Hilft Bierhefe beim Herbst-Fellwechsel?
Ja. Bierhefe enthält B-Vitamine und Zink und fördert die Aufnahme von Mineralien im Darm. Eine günstige und natürliche Ergänzung – allerdings nicht so gezielt wie ein spezialisiertes Ergänzungsfutter wie NURA Haarmonie.
Was, wenn mein Pferd im Fellwechsel abnimmt?
Fütterung erhöhen – am besten mit hochwertigem Grundfutter (Heu, Heucobs), zusätzlich energiereichen Komponenten (Leinöl, evtl. Getreide). Bei anhaltendem Gewichtsverlust: Tierarzt konsultieren, um andere Ursachen (Zahnprobleme, Parasiten) auszuschließen.
Wie lange bleibt das Winterfell?
Das Winterfell wird von Dezember bis Februar vollständig ausgeprägt und beginnt dann – parallel zum inneren Frühjahrs-Prozess – langsam ausgetauscht zu werden. Sichtbar wird der Wechsel meist im Januar/Februar.
Fazit: Der Herbst-Fellwechsel ist Vorbereitung auf den Winter
Der Herbst-Fellwechsel ist die wichtigste Vorbereitungsphase deines Pferdes auf den Winter. Wer jetzt gezielt füttert, sanft pflegt und den Stoffwechsel unterstützt, hat im Winter ein Pferd mit dichtem, glänzendem Winterfell, stabilem Immunsystem und guter Kondition. Wer die Phase verschläft, riskiert Fellprobleme, Infekte und einen belastenden Winter.
Starte frühzeitig mit der Unterstützung – idealerweise Ende August/Anfang September – und begleite deinen Vierbeiner konsequent durch die Übergangszeit. Im kavalio Onlineshop findest du alles, was dein Pferd jetzt braucht: von unserer eigenen Premium-Linie NURA HORSE SUPPLEMENTS über hochwertige Ergänzungsfutter von Stiefel und Höveler bis zu den passenden Bürsten für die Herbstpflege. Versandkostenfrei ab 89 €, 30 Tage kostenlose Retoure.
Lese-Tipps: Ergänzend zu diesem Beitrag findest du bei uns Guides zum Frühjahrs-Fellwechsel (der andere Halbjahres-Wechsel), zur Höveler Bierhefe & Mash und Praxis-Ratgeber zur Herbst-Pflegeroutine. Alle drei ergänzen den Herbst-Fellwechsel-Guide perfekt.

